Aufruf des BVKD: Gehen Sie bei Beschwerden zum Arzt

Der Bundesverband Klinischer Diabetes-Einrichtungen (BVKD) hat „große Sorge, dass Diabetiker aus Angst vor Ansteckung ihre Grunderkrankung vernachlässigen“. In einem offenen Brief vom 18. Juni 2020 bittet der BVKD gemeinsam mit der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) alle Diabetiker auch in der Corona-Pandemie ihre Kliniken oder diabetologische Praxen aufzusuchen.

 
„Ich finde diese Aktion sehr wichtig, um unseren Diabetes-Patienten die Angst vorm Krankenhaus beziehungsweise vor dem Arztbesuch zu nehmen. Diese Angst ist unnötig, denn unsere Hygienevorschriften sind sehr streng“ sagt Dr. Ali Avci, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie im EKO. Auch er hat diesen Brief unterzeichnet. „Vielmehr müssen die Patienten sich Sorgen machen, wenn sie nicht zum Arzt gehen. Denn eine chronische Erkrankung nicht zu behandeln, kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben“, sagt er weiter. 

 
Das betrifft nicht nur Diabetes-Patienten. Viele Menschen verschieben gerade in Corona-Zeiten ihren Arztbesuch. Bei Beschwerden sollten die Betroffenen nicht abwarten, denn das kann bei einigen Erkrankungen schwerwiegende Folgen haben. „Deswegen möchten wir nochmals in diesem Zusammenhang alle Bürgerinnen und Bürger bitten, Beschwerden abklären zu lassen und ihre Vorsorgeuntersuchungen nicht zu verschieben, sondern wahrzunehmen,“ appelliert der Chefarzt. 

 

Sollte ein Patient verunsichert sein, ob er mit seinen Beschwerden zum Arzt gehen sollte, kann er seinen Hausarzt anrufen. Außerhalb der Öffnungszeiten der Hausärzte können sich Patienten mit nicht lebensbedrohlichen Beschwerden an die Service Nummer 116 117 wenden. 

 
Den offenen Brief des BVKD finden Sie hier.

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