Drillinge kommen im EKO. zur Welt

Drillinge liegen nebeneinander im Bett und schlafen.

„Zum Glück sind es Mädchen geworden“, sagt Ramona Moze und lacht. „Bei Jungen wäre uns die Namensfindung deutlich schwerer gefallen.“

So aber war es kein Problem – und auch sonst machen die Drillinge es ihren Eltern Ramona und Andreas Moze gerade einfach. „Wir haben einfach so viel Glück“, freut sich die Mutter. Helena, Ella und Hannah sind in der 32. Schwangerschaftswoche im Evangelischen Krankenhaus Oberhausen (EKO.) auf die Welt gekommen, alle mit einem Geburtsgewicht von rund 1.800 Gramm. Den drei Mädchen ging es direkt nach der Geburt gut. „Mit Helena, der ältesten, habe ich direkt nach der Geburt kurz kuscheln können“, sagt Ramona Moze.

Das EKO. ist als Perinatalzentrum Level I auf Früh- und Risikogeburten spezialisiert und mit der Twin Clinic auch auf Mehrlingsschwangerschaften ausgerichtet. Dennoch ist die Geburt von Drillingen für das Team etwas Besonderes. „Wir freuen uns sehr, dass sich alle drei so gut entwickeln“, sagt Dr. Hassan Issa, neuer Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche, der bei der Geburt dabei war. Direkt nach der Geburt waren die Mädchen erst einmal auf der Kinderintensivstation, zwei von ihnen haben für kurze Zeit eine Atemhilfe bekommen. „Aber wir konnten sie schon nach einer Woche auf die normale Kinderstation verlegen. Sie atmen selbstständig, trinken gut und haben bereits an Gewicht zugelegt.“

Die Drillinge kamen am 4. Juni mit einem geplanten Kaiserschnitt auf die Welt. Sie waren zu der Zeit bereits recht groß und die Schwangerschaft war für die Mutter sehr beschwerlich. „Gemeinsam mit den Gynäkologen und den Eltern haben wir entschieden, die Drillinge zu holen“, sagt Oberärztin Dr. Antje Stockmann. Die Kinderärzte und Gynäkologen müssen dabei immer individuell die gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kinder abwägen. „Wir warten mit der Geburt so lange wie möglich, damit die Kinder sich im Bauch der Mutter gut entwickeln können“, erklärt Raphael Canitz, Leitender Oberarzt der Klinik für Geburtshilfe. Gleichzeitig kann eine Drillingsschwangerschaft für die Mutter sehr belastend sein. Bei drei Kindern im Bauch ist das auch eine Platz- und Gewichtsfrage. „Im Kreißsaal war eine so ruhige und entspannte Atmosphäre, alles war gut organisiert, das war toll“, erinnert sich Andreas Moze. „Wir haben einfach gemerkt, dass wir hier am richtigen Fleck sind.“

Jeden Tag sind Ramona und Andreas Moze nun bei ihren Kindern, versorgen sie und kuscheln mit ihnen. „Wir sind ein eingespieltes Team und es klappt super“, sagt die Mutter. Das ist auch gut so, denn zuhause hat das Paar drei weitere Kinder. „Erst dachten wir, es werden Zwillinge, da haben wir uns sehr gefreut“, sagt Ramona Moze, deren ältere Schwestern Zwillinge sind. „Und als es dann hieß, es sind drei Kinder, da dachte ich nur: Eins mehr oder weniger, das macht den Kohl auch nicht fett.“

Ramona und Andreas Moze hoffen nun, dass sie in zwei bis drei Wochen mit ihren drei Kindern nach Hause können. Sorgen wegen des neuen Alltags mit sechs Kindern machen sie sich nicht. „Es wird schon alles klappen“, sagt Ramona Moze. „Es sind ja unsere 4., 5. und 6. Kinder – da sind wir als Eltern entspannter.“

Zurück