Kinder aus dem Friedensdorf International im EKO. erfolgreich behandelt

Mashooq, Abdul und Nadia sind seit Februar 2020 in der Oberhausener Heimeinrichtung von Friedensdorf International. Sie hatten Glück und sind mit dem letzten Flug vor der Corona-Pandemie nach Deutschland gekommen. „In ihrer Heimat können sie nicht richtig behandelt werden“, sagt Claudia Peppmüller vom Friedensdorf. „Die Kinder und ihre Eltern nehmen oft einen gefährlichen und langen Weg auf sich, um zu uns zu kommen.“ Das Einsatzteam vom Friedensdorf International war im Februar in Kabul und hat schwerverletzte Kinder nach Deutschland geholt. Wann sie ihren nächsten Einsatz haben, ist noch unklar. „Die Corona-Pandemie hat natürlich auch Auswirkungen auf unsere Arbeit.“

 

Die drei Kinder aus Afghanistan sind wegen schweren Knochenentzündungen im EKO. in Behandlung. „Die Kinder haben oft offene Wunden, die von Schusswunden oder Knochenbrüchen stammen. Die Knochenentzündungen, die daraus entstehen können, sind oft schmerzhaft und führen dazu, dass die Kinder ihre Gelenke nicht mehr richtig bewegen können“, sagt Dr. Peter Rommelmann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. „Manche Kinder laufen ein Jahr lang mit eiternden Wunden herum, weil vor Ort keine Behandlung möglich ist.“

 

Das Team des Friedensdorfs kümmert sich um die Kinder und arbeitet mit einer begrenzten Anzahl an Kliniken zusammen, die diese Kinder auf eigene Kosten behandeln – das EKO. ist seit vielen Jahren dabei. „Wir unterstützen das Friedensdorf gerne, denn ihre Arbeit ist wichtig – für manche Kinder lebenswichtig“, sagt Ulrike Brokmeier, Chefärztin der Klinik für Kinderchirurgie. Die 6-jährige Nadia, die eine Knochenentzündung am Schienbein hatte, kann nun wieder laufen. Der 8-jährige Abdul, der seinen Arm nur unter großen Schmerzen bewegen konnte, kann ihn wieder frei bewegen. „Als Ärzte möchten wir natürlich Menschen helfen“, sagt Dr. Rommelmann. „Und dass wir auch diesen Kindern im EKO. helfen können, ist nur möglich, weil unsere Geschäftsführung uns dabei so großartig unterstützt.“

 

Rund sechs Monate waren die Kinder im Friedensdorf, zwei von ihnen dürfen bald nach Hause – wenn die Bedingungen der Corona-Pandemie es zulassen. Der 8-jährige Mashooq bleibt vorerst in Deutschland, seine Behandlung ist noch nicht abgeschlossen. „Wir bringen die Kinder nur zurück nach Hause, wenn sicher ist, dass sie keine medizinische Versorgung mehr benötigen – gerade jetzt ist das wichtig, weil wir nicht wissen, wann wir das nächste Mal einen Hilfseinsatz organisieren können“, sagt Claudia Peppmüller.

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