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Weiterbildung Hygienebeauftragte im Krankenhaus

§ 5 Abs. 3 der Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (HygMedVO) vom 13. März 2012 (GV. NRW. S. 143) postuliert, dass:

"Hygienebeauftragte in der Pflege staatlich anerkannte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen/-pfleger mit mehrjähriger Berufserfahrung [sind]. [und] Die Benennung von Hygienebeauftragten in der Pflege als konkrete Kontaktperson auf jeder Station und in jedem Funktionsbereich [zu erfolgen hat]."

Gerade die Corona-Pandemie machte deutlich, wie essentiell die Koordination, Durchführung, Überwachung und Organisation der hygienischen Richtlinien ist. Neben neuen hygienischen Herausforderungen zeigt eine aktuelle Untersuchung der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, dass die Anzahl der nosokomialen Infektionen (Krankenhausinfektionen) und der Todesfälle daraus deutlich höher ist, als bisher von offizieller Seite verkündet. Jährlich 900.000 Infektionen und mindestens 30.000 Todesfälle belegen, dass Hygiene noch erheblich verbessert werden muss.

Hierzu braucht es gut ausgebildete Fachleute.

Diese Weiterbildung

  • schafft Grundlagen der Hygiene im Krankenhaus- und Pflegebereich
  • befähigt Sie dazu, für Hygieneprobleme Lösungen zu entwickeln und aufgrund Ihrer Qualifikation gemeinsam mit der Einrichtungsleitung, der Pflegedienstleitung und den Hygienefachkräften Maßnahmen zur Sicherheit und Verbesserung der Hygiene zu kontrollieren.

Themenschwerpunkte

Dauer, Form und Gliederung der Weiterbildung:
Die Weiterbildung erfolgt als berufsbegleitende Weiterbildung.

Theoretisch Fortbildung findet in Kursform statt und umfasst 40 Stunden, mit folgenden Schwerpunkten:

  • Gesetzliche und normative Regelungen zur Krankenhaushygiene
  • Hygienemanagement und Aufgaben des Hygienefachpersonals
  • Nosokomiale Infektionen (klinische, mikrobiologische und epidemiologische Grundlagen)
  • Surveillance von nosokomialen Infektionen
  • Ausbruchmanagement
  • Händehygiene
  • Hygienemaßnahmen beim Umgang mit infektiösen Patienten
  • Krankenhaushygienische Begehungen, Analysen und Umgebungsuntersuchungen
  • Verfahrensweisen zur Prävention von nosokomialen Infektionen (Harnwegsinfektion, Wundinfektion, Pneumonie, Sepsis u.a.)
  • Hygieneanforderungen in verschiedenen Funktions- und Risikobereichen (z.B. OP, Endoskopie, Dialyse)
  • Haut-, Schleimhaut- und Wundantiseptik
  • Aufbereitung on Medizinprodukten, Desinfektion, Sterilisation
  • Schutzkleidung und -ausrüstung
  • Anforderungen an Krankenhauswäsche
  • Lebensmittel- und Küchenhygiene
  • Hygiene im Krankentransport/ Überleitungsbögen
  • Hygieneanforderungen an die Wasserversorgung, Trinkbrunnen, Bäder u.a.
  • Anforderungen an bauliche und technische Ausstattungen (z.B. RLT)
  • Anforderungen an die Entsorgung (Abfälle, Abwasser)


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