Nachsorge

Nachsorgeuntersuchungen

Nach der Operation werden die Patientinnen und Patienten weiter betreut – auch wenn der Tumor vollständig entfernt werden konnte. So soll sichergestellt werden, dass neue Tumore oder Polypen frühzeitig entdeckt werden. Die Nachsorgeuntersuchungen führen entweder niedergelassene Ärztinnen und Ärzte durch oder das Team einer Ambulanz im Krankenhaus.

Die Häufigkeit und die Art der Nachsorgeuntersuchungen richten sich nach der jeweiligen Diagnose und Behandlung der Patientin oder des Patienten. In der Regel laufen sie über fünf Jahre und werden individuell abgestimmt. In den ersten beiden Jahren nach der Operation finden diese in kürzeren Zeitabständen statt, danach werden die Abstände zwischen den Untersuchungen größer.

Zu den Nachsorgeuntersuchungen gehören

  • Befragungen (Anamnesen)
  • körperliche Untersuchungen
  • Blutuntersuchungen (Bestimmung eines Tumormarkers, der einen Rückfall anzeigen kann) und Stuhltests
  • Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums, um zu prüfen, ob sich Lebermetastasen gebildet haben
  • Darmspiegelungen
  • ggf. Röntgen- und computertomografische Untersuchungen.

Nachsorge ist wichtig, denn: Die Erkrankung und die Behandlung beeinflussen das Leben der Betroffenen oft gravierend. Sie sind körperlich noch eingeschränkt, sind unsicher, was sie essen sollten und was nicht, oder kämpfen mit Ängsten. Mit diesen Gefühlen und Unsicherheiten sollten Betroffene nicht alleine zurechtkommen. Es gibt viele Unterstützungsangebote, die sie nutzen können und auch sollten. All das geschieht immer in individueller Abstimmung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Diese sind auch bei Fragen oder Problemen die ersten Anlaufstellen.

Reha

Nach der Operation wird oft eine Rehabilitation, eine Kur oder Anschlussheilbehandlung empfohlen, damit die Betroffenen wieder zu Kräften kommen und schneller genesen. Zu einer solchen Reha gehören Physiotherapie, Bewegungstherapie, Ernährungsberatungen und eine psychologische Beratung. In einer solchen Reha können sich die Betroffenen außerdem untereinander austauschen, sich gegenseitig Tipps geben, Erfahrungen vergleichen und sich Mut machen.

Selbsthilfe

Manchmal kann es helfen, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, die in der gleichen Situation sind. Andere Menschen haben vielleicht schon jahrelange Erfahrungen im Umgang mit einer Erkrankung und sind bereit, gute Tipps zu geben. Und sie verstehen einander ohne große Erklärungen. In Selbsthilfegruppen geben die Betroffenen einander Halt.

 

Familie und Freunde

Eine gute Unterstützung durch Familie und Freunde ist für Betroffene sehr wichtig. Oft ziehen sich Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen oder auch Angehörige zurück, manchmal aus Angst oder Unkenntnis. Diese Isolierung hat für die Erkrankten negative Auswirkungen. Sie verlieren ihren Halt und ihr Netzwerk.

Psychoonkologische Betreuung

Hier folgen in Kürze die entsprechenden Inhalte.