Knochenbrüche im Alter

Die Häufigkeit von Knochenbrüchen (Frakturen) steigt mit zunehmendem Lebensalter an, und auch die Art der Brüche verändert sich: Die häufigsten Knochenbrüche bei älteren Menschen betreffen die Wirbelsäule (Wirbelkörper) und den hüftgelenksnahen Oberschenkel, alltagssprachlich als Oberschenkelhalsbruch bezeichnet. Etwas seltener kommt es zu Brüchen am handgelenksnahen Vorderarm sowie am Oberarmkopf.

Die Ursache ist in den meisten Fällen die erhöhte Sturzanfälligkeit älterer Menschen. Diese liegt vielfach in einer fehlenden oder eingeschränkten Koordinationsfähigkeit, schlechteren Reflexen, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (Orthostase-Syndrom, Synkopen) oder des Nervensystems (periphere Polyneuropathie).

Die verschiedenen Arten von Brüchen

Knochenbruch – worauf muss ich jetzt achten?

Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Knochen bricht, ist dies im Leben eines älteren Menschen zumeist ein einschneidendes Ereignis. Ein Krankenhausaufenthalt mit einer operativen Versorgung des Knochenbruchs wird in den meisten Fällen notwendig. Heute gibt es eine Vielzahl moderner Implantate zur Stabilisierung von Knochenbrüchen, die speziell für die osteoporotische Knochenstruktur und die vielfältigen Frakturarten entwickelt worden sind. Der Einsatz von minimalinvasiven Operationstechniken bedeutet auch bei Knochenbrüchen eine geringere Belastung für den Körper. Durch die konsequente Schonung des Gewebes während dieser Operation werden Blutverlust, Schmerzen und die Dauer der Bettlägerigkeit stark reduziert.

Selbst wenn die eigentliche Behandlung in der Regel schnell und schonend vonstatten geht, kann die Genesung langwierig sein. Auch Komplikationen sind gerade bei hochbetagten oder mehrfach-erkrankten Patienten nicht selten. Vermieden werden sollte grundsätzlich eine längere Bettlägerigkeit, denn diese führt zu einem schnelleren Muskelabbau und somit zu einer zusätzlichen Verschlechterung der Gehfähigkeit und einer generellen Schwächung des Körpers. Frühzeitige Physio- und Ergotherapie noch während des Krankenhausaufenthalts und ggf. eine weitere Rehabilitation nach der Entlassung können dem entgegenwirken.

Ursachenforschung

Neben der eigentlichen operativen Behandlung des Knochenbruchs ist eine genaue interdisziplinäre Analyse der Faktoren, die zur Verletzung geführt haben, unbedingt notwendig. Eine ganzheitliche Betrachtung des Patienten mit anschließender Therapieempfehlung kann das Risiko eines erneuten Unfalls deutlich senken. Dazu bieten unsere geriatrischen Kliniken spezielle Behandlungen an, die genau auf die Bedürfnisse und Anforderungen älterer Menschen ausgerichtet sind.

Weitere Informationen zu den geriatrischen Angeboten unserer Krankenhäuser finden Sie unter den nachfolgenden Links.

Evangelisches Krankenhaus Mülheim

Evangelisches Krankenhaus Oberhausen

Spezielle Informationen zur Behandlung von Brüchen bei älteren Menschen finden Sie hier:

Zum Alterstraumatologischen Zentrum im EKM